Erschienen am: 1785512733
Nachwuchs für die IT
Die Nachfrage nach IT-Fachkräften wächst seit Jahren. Um Schülerinnen und Schüler frühzeitig für Informatik und digitale Technik zu gewinnen, arbeiten die Chiemgauer Schulen mit dem BayernLab Traunstein zusammen. Das praxisnahe IT-Sommercamp hat sich dabei zu einem festen Bestandteil zum Ende eines Schuljahres entwickelt. Dieses Projekt holt IT-affine Jugendliche – ausdrücklich auch Mädchen – aus dem stillen Kämmerlein und macht Technik zu einem gemeinsamen, kommunikativen Erlebnis.
In diesem Jahr nahmen rund 30 Schülerinnen und Schüler aus vier Schulen der Region (zwei Gymnasien und zwei Realschulen) an dem dreitägigen Workshop vom 27. Juli bis zum 29. Juli teil.
Aufgabe war, ein interaktives Hangman-Spiel mit einem Arduino zu programmieren. Dazu wurde der Mikrokontroller als eigenständige Spielkonsole genutzt, die sich sowohl über den Computer als auch über physische Knöpfe steuern lässt, während kleine LED-Lichter für das visuelle Feedback sorgen. Das Matrix-Keypad dient als Eingabegerät für die Buchstaben.
Den Abschluss bildete ein Ideenwettbewerb. In jeweils 60 Sekunden präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte vor einer Jury, anschließend mussten sie 30 Sekunden lang Fragen beantworteten.
Bewertet wurden neben den Lösungen auch die Präsentation. Der Jury gehörte Franz Obermayer, Vorstand der FoxGroup, Informationskreis der Wirtschaft Traun/Alz (IdW), Dr. Gabi Leonhardt, Netzwerkmanagerin vom Stellwerk 18 und Andreas Gehret, IT-Experte von der Chiemgau GmbH an. Den ersten Platz belegten Gabriel, Kilian und Simon vom Chiemgaugymnasium.
Besonders bemerkenswert war die Entwicklung vieler Teilnehmer. Einige Jugendliche verfügten zu Beginn des Workshops über kaum oder gar keine Programmiererfahrung. Innerhalb weniger Tage entstanden dennoch raffinierte Programmierungen. Die Ergebnisse zeigen, wie schnell sich junge Menschen mit der richtigen Unterstützung in technische Themen einarbeiten können.
Möglich wurde das Sommercamp durch die Unterstützung vom "Informationskreis der Wirtschaft Traun-Alz". Die Initiative engagierte sich sowohl personell als auch finanziell. Dadurch konnten alle Teilnehmenden ihren Arduino mit nach Hause nehmen, um ihre Projekte nach dem Workshop fortzusetzen.